AVWL-Kurs Allokationstheorie Der mikroökonomische AVWL-Kurs Allokationstheorie (522) beschäftigt sich mit der Verteilung der Produktionsfaktoren auf Produktionsprozesse sowie der in diesen Produktionsprozessen erstellten Güter auf die Konsumenten. Allokation meint übrigens auch das Ergebnis dieses Verteilungsprozesses. Wegen des Knappheitsproblems (Diskrepanz zwischen zur Bedürfnisbefriedigung erwünschter und angesichts der Technologie und der begrenzten Ressourcen herstellbarer Gütermenge) ist wirtschaftliches Handeln nötig. Die Notwendigkeit ökonomischen Handelns – nämlich ein bestimmtes Ergebnis mit minimalem Aufwand bzw. mit einem gegebenem Mitteleinsatz einen möglichst großen Erfolg zu erzielen (ökonomisches Prinzip!) – ergibt sich dabei sowohl in einzelwirtschaftlicher Sicht (Nutzenmaximum, Gewinnmaximum) als auch in gesamtwirtschaftlicher Sicht (effiziente Allokation, Wohlstandsmaximum). Zur Erreichung eines bestimmten, wie auch immer begründeten Wohlfahrtszieles bedarf es also nicht irgendeiner beliebigen sondern einer effizienten Allokation. Inwieweit eine Allokation als effizient bezeichnet werden kann, hängt vom gewählten Wohlfahrtskriterium ab, das geeignet ist, verschiedene wirtschaftliche Zustände als "besser" oder "schlechter" zu beurteilen. Im Allokationstheorie–Kurs wird stets auf das PARETO–Kriterium abgestellt (Ausnahme: Kaldor–Hicks–Kriterium). Die Frage, ob ggf. die eine effiziente Allokation der anderen effizienten Allokation vorzuziehen ist, stellt dann auf Gerechtigkeitsüberlegungen ab. Ob also eine effiziente Allokation als "gerechter" als die andere zu bezeichnen ist, kann dann nicht mehr mit dem PARETO–Kriterium gemessen werden. Hierfür bedarf es einer (sozialen) Wohlfahrtsfunktion, die eine Rangfolge erwünschter sozialer (wirtschaftlicher) Zustände beschreibt, auf deren Grundlage dann (wirtschafts–) politische Entscheidungen getroffen werden können. In den Klausuraufgaben müssen Sie in der Regel - übrigens mit Hilfe umfangreicher Lagrange-Funktionen - die Bedingungen für das volkswirtschaftliche Optimum herleiten und anschließend zeigen, inwieweit sich ein solches Wohlstandsoptimum auch aus einzelwirtschaftlichem Optimierungskalkül ergibt. Ohne fundierte Mikro-Kenntnisse werden Sie sich mit diesem Kurs wohl eher schwer tun. Zur Allokationstheorie finden Sie im AVWL-Übungsbuch folgende Aufgaben:
1 Pareto-Optimum, Verteilungstabelle 2 Externe Effekte zwischen Produktion und Konsum, Pigou-Steuer 3 Externe Effekte zwischen Produktion und Konsum, Freizeit, Pigou-Steuer 4 Externe Effekte zwischen Produktion und Konsum, Freizeit, Pigou-Steuer 5 Externe Effekte im Konsum, Pigou-Steuer 6 Externe Effekte in der Produktion, Pigou-Steuer 7 Externe Effekte in der Produktion, Pigou-Steuer, Coase-Theorem 8 Externe Effekte in der Produktion, Pigou-Steuer 9 Externe Effekte zwischen Produktion und Konsum (NEU!) 10 Zwischenprodukt mit externen Effekten 11 Steuern im Konkurrenzgleichgeicht (NEU!) 12 Unvollkommene Marktstrukturen - hier: Monopol Zurück zu AVWL-Kurse Zurück zur AVWL-Hauptseite |